Kinder: Tipps f├╝r die Smartphone-Nutzung beim Nachwuchs

Dieser Beitrag wurde von michael am 1. November 2016 um 09:09 in der Kategorie Ratgeber veröffentlicht

Nicht nur f├╝r Erwachsene, auch f├╝r immer mehr Kinder ist das Smartphone heutzutage eines der liebsten Spielzeuge ÔÇô und es wird kaum zum Telefonieren genutzt, sondern zum Surfen in sozialen Netzwerken oder f├╝r Apps und Spiele. Dar├╝ber hinaus verf├╝gt ein modernes Smartphone praktischerweise auch zugleich ├╝ber eine hochaufl├Âsende Kamera f├╝r Schnappsch├╝sse, die dann in Windeseile bei WhatsApp oder Instagram hochgeladen werden k├Ânnen. Vor allem f├╝r die ganz jungen Nutzer interessant sind die zahlreichen kunterbunten Apps und Spiele, die stundenlang an den kleinen Bildschirm zu fesseln verm├Âgen.

Lernapps f├╝r Kinder

Immer fr├╝her geraten Kinder heute in den Kontakt mit Smartphones. Das kann ein Risiko bedeuten, aber auch Chancen. (Foto via Shutterstocj.com)

Viele Eltern sind sich nicht sicher, ob und in welchem Ausma├č eine Handynutzung durch den Nachwuchs vertretbar ist und welche Regeln f├╝r ein Smartphone ab Kindesbeinen gelten sollten. Auf diese Fragen wird in diesem Artikel eingegangen werden.

Das Leben spielt sich in der Realit├Ąt ab

Nun ist ein Smartphone an sich ja erstmal eine wunderbare technische Errungenschaft ÔÇô die jedoch in Ma├čen und mit Verstand genutzt werden sollte. Diese goldene Regel gilt erst Recht f├╝r Kinder und Jugendliche. Wenn ein Kind im schulpflichtigen Alter die Welt der W├Ârter und Zahlen f├╝r sich entdeckt, ist dies nat├╝rlich erst einmal erfreulich und sollte seitens der Eltern unterst├╝tzt werden. Wenn das Kind jedoch nur online via Smartphone diese Welt auf eigene Faust entdeckt und seinen Blick nicht mehr vom Smartphone-Display erhebt, dann l├Ąuft etwas schief.
Es sollte auf keinen Fall soweit kommen, dass der Nachwuchs seine Umwelt aufgrund exzessiver Smartphone-Nutzung nicht mehr wahrnimmt. Die reale Wirklichkeit sollte also auf jeden Fall die Hauptrolle im Leben des Kindes spielen.

Klare Regeln vereinbaren

M├Âchten Sie Ihrem Kind das Nutzen eines Smartphones erlauben, probieren Sie mit dem Nachwuchs am besten einige grundlegende Funktionen des Ger├Ątes gemeinsam aus und vereinbaren Sie mit ihm Nutzungsregeln, die gerne auch schriftlich festgehalten werden k├Ânnen. Dies hilft Ihrem Kind dabei, verantwortungsbewusst mit dem technischen Ger├Ąt umzugehen.
Wichtig ist es nat├╝rlich, konsequent darauf zu achten, dass sich das Kind auch an diese Regeln h├Ąlt. Es liegt in der Natur von Kindern, ihre Grenzen auszutesten und zu ihren Gunsten zu verschieben ÔÇô darauf m├╝ssen Sie gefasst sein. Ihre Aufgabe als Erziehungsverantwortlicher ist es also, diese Grenzerweiterung im Rahmen zu halten, vor allem wenn es um einen vern├╝nftigen Umgang mit dem Smartphone geht.

Auch Smartphones brauchen Pausen

Um Kindern einen vern├╝nftigen Umgang mit dem Smartphone zu erm├Âglichen, ist es sinnvoll, Handypausen zu vereinbaren. So kann die Vereinbarung beinhalten, dass das Handy bei den Hausaufgaben, beim Essen oder vor dem Schlafengehen ÔÇ×SendepauseÔÇť hat. Im besten Fall verschwindet das Smartphone ├╝ber Nacht in einer Schublade, getreu dem Motto ÔÇ×Aus den Augen, aus dem SinnÔÇť. Somit kommt Ihr Kind gar nicht erst in Versuchung, die Vereinbarung zu brechen. Zudem kann das helle Licht des Displays den kindlichen Schlaf negativ beeintr├Ąchtigen, wie Forscher herausgefunden haben. Warum? Hierdurch wird das Hormon Melatonin unterdr├╝ckt, das verantwortlich f├╝r die Regelung der Schlaf- und Wachphasen ist.

Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass nicht alle Dinge ├╝ber den Chat in WhatsApp gekl├Ąrt werden m├╝ssen. Meistens ist hierf├╝r ein kurzer Anruf effektiver. Unter Umst├Ąnden k├Ânnen Sie mit Ihrem Kind auch vereinbaren, dass das Smartphone nur morgens, mittags und abends, also in bestimmten Abst├Ąnden, auf neue Nachrichten gecheckt wird. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Ihr Nachwuchs permanent vom Vibrieren des Smartphones abgelenkt wird, wenn neue Nachrichten eintreffen. Am besten stellen Sie gleichzeitig auch noch den Nachrichtenalarm stumm. Auch hierdurch reduzieren Sie die Versuchung f├╝r Ihr Kind, eben schnell mal zum Handy zu greifen.

Kindgerechte Apps herunterladen ist ÔÇ×ChefsacheÔÇť

Mittlerweile werden unz├Ąhlige Apps f├╝r Kinder aller Altersklassen angeboten. Informieren Sie sich daher vorab, welche Apps f├╝r Ihr Kind wirklich geeignet sind. Beurteilen Sie die App lieber selbst, als sich ÔÇ×blindÔÇť auf Alterseinstufungen der App-Stores zu verlassen. Diese k├Ânnen Sie bestenfalls als unverbindliche Empfehlung verstehen. Das Herunterladen von Apps sollte Ihre Sache bleiben. Somit wissen Sie, welche Apps sich auf dem Smartphone Ihres Kindes befinden und womit sich der Nachwuchs die Zeit vertreibt, wenn er mit dem Smartphone besch├Ąftigt ist.

Ach ja, welches Smartphone ist eigentlich das Richtige?

Es muss f├╝r den Nachwuchs nicht zwangsl├Ąufig das neueste Marken-Ger├Ąt sein. Viel wichtiger ist, dass das Smartphone an die Bed├╝rfnisse des Kindes angepasst ist und der Nachwuchs gut damit umgehen kann. Um ein solches Smartphone zu finden, k├Ânnen Sie Produkttests zu Rate ziehen und sich ├╝ber die verschiedenen Ger├Ąte, die auf dem Markt angeboten werden, informieren. Um dem Spr├Âssling bewusst zu machen, dass ein Smartphone Kosten verursacht, kann er an der Anschaffung und den laufenden Kosten beteiligt werden, sofern er bereits ein gewisses Alter erreicht hat.

Abschlie├čender Tipp

Seien Sie Ihren Kindern ein gutes Vorbild und gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Wenn Sie also von Ihren Kindern verlangen, dass das Smartphone beim gemeinsamen Essen in der Tasche bleibt, dann sollten Sie dies ebenso umsetzen, um glaubw├╝rdig zu bleiben.